Was ist Reha-Sport?

Probleme am Stütz- und Bewegungsapparat sind weit verbreitet. Beschwerden, wie z. B. lang anhaltende Rückenschmerzen, können jedoch oft im Rahmen einer Rehabilitation und während der Behandlung in einer KG-Praxis nicht ausreichend therapiert werden.

Die Erfahrungen aus der ambulanten Rehabilitation und der Sportmedizin zeigen, dass nur mit einer langfristig angelegten, aktiv ausgerichteten Betreuung eine deutliche Besserung der Beschwerden zu erzielen ist.

Die sogenannte Versorgungskette Akutversorgung, Rehabilitation und Physiotherapie wird durch eine bewegungsorientierte Therapie hervorragend ergänzt. Bereits erreichte Heilerfolge werden stabilisiert und noch vorhandene Defizite können reduziert werden.

Ein solcher Gesundheitssport sollte langfristig, am besten lebenslang durchgeführt werden.

Gesetzliche Grundlage

Bestehen körperliche Funktionsbeeinträchtigungen, hat der Gesetzgeber festgelegt [§ 43 SGB V sowie § 44 SGB IX], dass die Krankenkassen und Rentenversicherungsträger [BfA, LVA] Sport und Training als so genannte ergänzende Leistungen zur Rehabilitation unterstützen müssen. Seit 1. Juli 2001 ist dies nicht mehr nur eine Ermessensentscheidung der Kostenträger, die Versicherten haben hierauf nun sogar einen Rechtsanspruch!

Um sicherzustellen, dass Rehabilitationssport nach einheitlichen Grundsätzen ablaufen, wurde 1994 die Gesamtvereinbarung über den Rehabilitationssport verabschiedet. Darin ist unter anderem festgelegt, dass die Kostenbeteiligung der Krankenkassen an solch einer langfristigen Sport- und Trainingstherapie davon abhängig ist, dass die Gruppen von einem gemeinnützigen Sportverein angeboten werden und dass die Qualität der angebotenen Kurse vom Behindertensportverband des jeweiligen Landes überprüft und zertifiziert worden wird.

Keine Belastung für das Budget!

Im Gegensatz zur Verordnung von Heilmitteln ist die Verordnung von Rehabilitationssport nicht durch Richtgrößen begrenzt: Die Verordnung von Rehabilitationssport belastet nicht das Heilmittelbudget des Arztes!

Ziele und Zielgruppen

Rehabilitationssport wirkt mit Mitteln des Sports auf die betroffene Person ein, um insbesondere Ausdauer, Koordination, Flexibilität und Kraft zu stärken und um somit den Erfolg vorangegangener oder begleitender (z. B. physiotherapeutischer) Maßnahmen zu steigern.

Durch die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit wird der Krankheitsverlauf günstig beeinflusst - Beschwerden gehen zurück.

Rehabilitationssport dient aber auch als Hilfe zur Selbsthilfe, insbesondere um die Verantwortlichkeit für die eigene Gesundheit und die Motivation zu einem regelmäßigen Bewegungstraining zu fördern. - Insofern stellt der kostenlose Rehabilitationssport den Eingang zu eigenverantwortlichem Sporttreiben im Verein dar (die Mitgliedschaft in einem Verein wird gemäß Rahmenvereinbarung gewünscht).

Rehabilitationssport kann grundsätzlich bei jeder Beeinträchtigung von körperlichen Funktionen in Betracht kommen. So ist er z. B. gerade für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen besonders sinnvoll.

Gesundheitlich orientierter Sport bei Rehafit Bremen e.V.

Die Gruppenangebote in unserem Verein sind teilweise vom Behinderten Sportverband Bremen e. V. als Rehabilitationssportangebote zertifiziert und entsprechen damit den Förderkriterien der Kostenträger (Krankenkassen). Umfang und Art der Kurse erfragen Sie bitte bzw. schauen Sie in die Liste der aktuellen Angebote auf dieser Website.

Sie haben daher die Möglichkeit für die Dauer des ärztlich verordneten und von Ihrer Kasse bewilligten Rehabilitationssports kostenlos an einem oder mehreren zertifizierten Kursen teilnehmen zu können (je nach Umfang der Bewilligung).

Die Teilnahme an den zertifizierten Kursen ist natürlich auch ohne ärztliche Verordnung möglich und sinnvoll - dann jedoch im Rahmen der kostenpflichtigen Mitgliedschaft in unserem Verein.

Procedere

Zunächst ist ein Antrag auf Kostenübernahme für Rehabilitationssport, wegen seiner Farbe kurz "rosa Schein", erforderlich. Diesen erhält man beim Arzt Ihres Vertrauens oder über den Verein.

Der Arzt wird bei einer ärztlichen Untersuchung die Ursachen der Beschwerden feststellen, prüfen, ob Gegenanzeigen für Sport und Training bestehen und dann die Verordnung, den "rosa Schein", ausfüllen. Üblich sind 50 Trainingseinheiten, die innerhalb von 18 Monaten durchgeführt werden sollen.

Bevor ein Termin für eine Eingangsberatung vereinbart wird, muss noch die Genehmigung bei der Krankenkasse eingeholt werden.

Bei diesem Eingangsgespräch werden Sie beraten, welches der zertifizierten Sportangebote für Sie in Frage kommt. Und wir stimmen mit Ihnen die Zeiten ab, zu denen Sie am besten Sport treiben können.

Angebote

Unsere Kooperationspartner gewähren Ihnen übrigens hinsichtlich der Nutzung der Sporteinrichtungen der Studios Sonderkonditionen während der Zeit der Teilnahme am verordneten kostenlosen Rehabilitationssport. - Diese Sonderkonditionen stehen unseren Vollmitgliedern leider nicht zur Verfügung (wir erklären dies gern bei einem persönlichen Gespräch).